tecalor-Lexikon
Es gibt eine erstaunliche Vielfalt von Begriffen und Abkürzungen, die mit Wärmepumpe, Lüftung und Solar zusammenhängen. In unserem Lexikon haben wir für Sie eine Auswahl von wichtigen Begriffen zusammengestellt:
Wärmepumpen
| Abtauen | Beseitigen eines Reif- oder Eisansatzes am Verdampfer der Luft/Wasser-Wärmepumpe durch Wärmezufuhr. Bei tecalor-Wärmepumpen erfolgt die Abtauung bedarfsgerecht durch den Kältekreislauf. |
|---|---|
| Arbeitsmedium | Spezieller Begriff für Kältemittel in Wärmepumpen-Anlagen. |
| Bivalenztemperatur | Außentemperatur, ab der ein zweiter Wärmeerzeuger eingeschaltet wird. |
| Enthalpie | Definitionsgemäß die Summe von innerer Energie und Verdrängungsarbeit. Bei Berechnungen wird immer die spezifische Enthalpie (kJ/kg) verwendet. |
| Expansionsorgan | Bauteil der Wärmepumpe zwischen Verflüssiger und Verdampfer zur Absenkung des Verflüssigungsdruckes auf den der Verdampfungstemperatur entsprechenden Verdampfungsdruck. Zusätzlich regelt das Expansionsorgan die Einspritzmenge des Arbeitsmediums in Abhängigkeit von der Verdampferbelastung. |
| Füllmenge | Die Masse des in der Wärmepumpe befindlichen Arbeitsmediums. |
| Heizleistung | Die Heizleistung ist die von der Wärmepumpe abgegebene Nutzwärmeleistung. |
| log p, h-Diagramm | Grafische Darstellung der thermodynamischen Eigenschaften von Arbeitsmedien. (Enthalpie h, Druck p). |
| Jahres-Arbeitszahl | Quotient der Heizwärme und der Verdichter-Antriebsarbeit über einen bestimmten Zeitraum. |
| Jahres-Aufwandszahl | Die Jahres-Aufwandszahl ist der Kehrwert Jahres-Arbeitszahl. |
| Kälteleistung | Wärmestrom, der durch den Verdampfer einer Wärmepumpe entzogen wird. |
| Kältemittel | Arbeitsmedium mit niedriger Siedetemperatur, der in einem Kreisprozess durch Wärmeaufnahme verdampft und durch Wärmeabgabe wieder verflüssigt wird. |
| Kreisprozess | Sich ständig wiederholende Zustandsänderungen eines Arbeitsmediums durch Zufuhr und Abgabe von Energie in einem geschlossenen System. |
| Leistungszahl | Quotient aus Heizleistung und Verdichter-Antriebsleistung. Die Leistungszahl kann nur als Momentanwert bei einem definitiven Betriebszustand angegeben werden. Da die Heizleistung stets größer ist als die Verdichter-Antriebsleistung, ist die Leistungszahl immer > 1. Formelzeichen: ε |
| Nennaufnahme (Verdichter) | Die im Dauerbetrieb unter definierten Bedingungen maximal mögliche elektrische Leistungsaufnahme der Wärmepumpe. Sie ist nur für die elektrische Installation an das Versorgungsnetz maßgebend und wird vom Hersteller auf dem Leistungsschild angegeben. |
| Nutzungsgrad | Quotient aus genutzter und dafür aufgewendeter Arbeit bzw. Wärme. |
| Sperrzeiten | Nach Bundestarif kann die Wärmepumpe für 3 x 2 Stunden am Tag durch das Elektro-Versorgungs-Unternehmen gesperrt werden. |
| Verdampfer | Wärmeaustauscher einer Wärmepumpe, in dem ein Wärmestrom durch Verdampfen eines Arbeitsmediums der Wärmequelle entzogen wird. |
| Verdichter | Maschine zur mechanischen Förderung und Verdichtung von Dämpfen und Gasen. Unterscheidung nach Bauarten. |
| Verflüssiger | Wärmeaustauscher einer Wärmepumpe, in dem ein Wärmestrom durch Verflüssigung eines Arbeitsmediums an den Wärmeträger abgegeben wird. |
| Wärmepumpe | Maschine, die einen Wärmestrom bei niedriger Temperatur aufnimmt (kalte Seite) und mittels Energiezufuhr bei höherer Temperatur wieder abgibt (warme Seite). Bei Nutzung der "kalten Seite" spricht man von Kühlmaschinen, bei Nutzung der "warmen Seite" von Wärmepumpen. |
| Wärmepumpen-Anlage | Gesamtanlage, bestehend aus der Wärmequellen-Anlage und der Wärmepumpen-Anlage. |
| Wärmepumpen-Kompaktgerät | Anschlussfertiges Gerät, bei dem der komplette Kältekreislauf mit Sicherheits- und Steuerungskomponenten hergestellt und geprüft wird. |
| Wärmequelle | Medium, dem mit der Wärmepumpe Wärme entzogen wird. |
| Wärmenutzungsanlage (WNA) | Einrichtung zur Wärmeabgabe an das Heizsystem. |
| Wärmequellen-Anlage (WQA) | Einrichtung zum Entzug der Wärme aus einer Wärmequelle und dem Transport des Wärmeträgers zwischen Wärmequelle und "kalter Seite" der Wärmepumpe einschließlich aller Zusatzeinrichtungen. |
| Wärmeträger | Flüssiges oder gasförmiges Medium (z.B. Wasser oder Luft), mit dem Wärme transportiert wird. |
| Zusatzenergie | Energie, die zum Betrieb von Zusatzeinrichtungen (z. B. Pumpen, Regelungen) notwendig ist. |
Lüftung
| Abluft | Die aus dem Raum abströmende bzw. abgesaugte warme Luftmenge (vom Raum aus betrachtet) in m³/h. |
|---|---|
| Abluftbereich | Feuchträume bzw. Bad-, Toiletten- und Küchenbereiche, aus denen verbrauchte Luft abgesogen wird. |
| Außenluft | Die aus dem Freien angesaugte Frischluftmenge. |
| Behaglichkeit | Menschliches Wohlbefinden infolge psychologischer und physiologischer Einwirkungen. |
| Bypass | Führung eines Nebenstromes, getrennt von einem Hauptstrom; auch Kurzbegriff für "Bypass-Leitung". |
| Entfeuchten | Verringern der absoluten Luftfeuchte. |
| Fensterlüftung | Austausch von Raumluft gegen Außenluft nur über geöffnete oder gekippte Fenster, der Luftaustausch ist unkontrollierbar. |
| Filtern | Reduzieren von Verunreinigungen in Luftströmen. |
| Fortluft | Die ins Freie abgeführte, abgekühlte Abluftmenge. |
| Fugenlüftung | Freie Lüftung über baulich bedingte Fugen, z.B. Fenster und Türen, durch Wind- und Temperaturunterschiede. |
| Lüftung | Austausch von Raumluft gegen Außenluft. |
| Luftdurchlass | Öffnung im Raum (Wand oder Decke), durch die Luft ab- oder zuströmen kann (z.B. Gitter oder Ventil). |
| Luftfeuchte, relative | Verhältnis des momentanen Wasserdampf-Anteils der Luft, bezogen auf den größtmöglichen Wert bei entsprechender Temperatur in % r.F. |
| Luftrate | Luftvolumen, bezogen z.B. auf die Anzahl der Personen pro Zeiteinheit in m³/ (Person x h). |
| Luftwechsel | Pro Stunde ausgetauschtes Luftvolumen für einen Raum in 1/h. |
| Mindest-Luftwechsel | Aus physiologischen Gründen vorgeschriebener kleinster Luftwechsel. |
| Querlüftung | Freie Lüftung von einer Seite eines Gebäudes zu einer anderen, durch z.B. Fugen oder offene Fenster, vorwiegend durch Winddruck hervorgerufen. |
| RLT-Anlage | Kurzbezeichnung für Raumlufttechnische Anlage. |
| Stoßlüftung | Kurzzeitiges starkes Lüften (Durchzug) durch Fenster oder Türen. |
| Taupunkt | Luftzustand, bei dem die Luft keinen Wasserdampf mehr aufnehmen kann (100 % r.F. Sättigung). Wird bei diesem Zustand die Lufttemperatur weiter gesenkt, kommt es zur Schwitzwasserbildung. |
| Überströmbereich | Bereich zwischen zwei Räumen einer Wohnung, wo durch Druckunterschied Luft überströmt (vom Zuluftbereich zum Abluftbereich). |
| Wärmerückgewinnung | Maßnahme zur Übertragung eines Wärmeinhaltes (Energienutzung aus Abwärme). |
| Zuluft | Die gesamte dem Raum zuströmende, vorgewärmte. |
| Zuluftbereich | Wohn- bzw. Aufenthaltsbereiche, in denen Zuluft eingeblasen wird (z.B. Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer). |
Solar-Glossar
| Absorber | Teil des Sonnenkollektors, der die einfallende Sonnenstrahlung absorbiert, sie in thermische Energie umwandelt und dem Wärmeträger zuführt |
|---|---|
| Selektive Beschichtung | Alle Absorber in tecalor-Kollektoren sind hoch selektiv beschichtet. Diese Beschichtung sichert eine hohe Aufnahme der einfallenden Sonnenstrahlung (Absorption ca. 95%). Die Emission (Abstrahlung) wird dabei weitgehend vermieden. In Langzeittests wurde eine sehr lange Lebensdauer der Titan-Nitrit-Oxid-Beschichtung bestätigt. |
| Absorptionsgrad | Der Absorptionsgrad 1 besagt: Die auftreffende Strahlung wird hundertprozentig umgewandelt. Ein Titan-Nitrit-Oxid-Absorber mit einem α-Wert von 0,95 reflektiert somit 5 % der auftretenden Strahlung. |
| Azimut | ist die Winkelabweichung des Kollektors aus der Südrichtung (α = 0°). Die Abweichung nach Osten wird als a = - 90° und nach Westen a = +90° definiert. |
| Bestrahlungsstärke | Als Bestrahlungsstärke bezeichnet man den Strahlungsfluss, der von einer Flächeneinheit empfangen wird. Ihre Einheit wird in W/m2 angegeben (0 bis 1000 W/m2). |
| Diffuse Strahlung | Strahlung, die nicht den direkten Weg von der Sonne zum Kollektor nimmt, sondern durch Streuung auf den Kollektor gelangt. Ihre Intensität liegt zwischen 200 und 400 W pro m2. |
| Direkte Sonnenstrahlung | Sonnenstrahlung, die ohne Streuung durch die Bestandteile der Erdatmosphäre auf eine Fläche trifft. |
| Emissionsgrad | gibt an, in welcher Größenordnung der Absorber Wärme abstrahlt. Ein Emissionsgrad von 0 besagt, der Absorber verliert keine Energie durch Abstrahlung an die Umgebung. |
| Globalstrahlung | Summe von direkter, diffuser und reflektierter Sonnenstrahlung, die auf die horizontale Ebene einfällt. |
| Konversionsfaktor | Der Konversionsfaktor oder optische Wirkungsgrad η0 gibt an, wie viel Prozent der Sonnenstrahlung maximal vom Kollektor in nutzbare Wärme umgewandelt werden kann. |
| Konvektion | Durch Luftzirkulation erzeugte Energieverluste bei einer Temperaturdifferenz zwischen der Glasscheibe des Kollektors und dem heißen Absorber. |
| Nutzwärmeleistung | Differenz zwischen der absorbierten Sonnenstrahlung und den Wärmeverlusten des Kollektors. |
| Reflektierte Sonnenstrahlung | Die von der Umgebung auf eine Fläche gestreute, direkte und diffuse Strahlung. |
| Vakuum | Bei einem Behälter wird der Innendruck durch Absaugen der Luft abgesenkt (evakuiert). Der so entstandene Zustand wird als Vakuum bezeichnet. Als Norm-Luftdruck in Meeresspiegelhöhe wird 1013,25 hPa (Hekto-Pascal) angenommen. |
| Wärmeträger-Flüssigkeit | Die Wärmeträger-Flüssigkeit ist die Flüssigkeit, welche die Nutzwärme im Absorber des Kollektors übernimmt und zu einem Verbraucher (Wärmeaustauscher) führt. Es ist bis ca. -30 °C frostsicher und schützt die Solar-Anlage durch Inhibitoren vor Korrosion. |
| Wärmeverlust | Beiwert α0 und α1 α0 ist der konstante Anteil des Wärmeverlustes eines Kollektors und wird sonst als k-Wert bezeichnet. α1 ist der quadratische Anteil des temperaturabhängigen Wärmeverlustes. Als Aussage über die Wärmeverluste eines Kollektors ist nur die Angabe beider Werte sinnvoll. Je niedriger diese Werte sind, desto besser ist es. |
| Wirkungsgrad | Der Wirkungsgrad eines Solarkollektors ist das Verhältnis von abgeführter Leistung des Kollektors zu zugeführter Leistung der Solarstrahlung. Einflussgrößen sind u. a. Umgebungs- und Absorbertemperatur. |