Die Wärmepumpe auf dem Weg zum Standard

Presseinformation 07/2016

Zwischenbilanz zu 150 Tagen EnEV-Verschärfung

Die strengeren Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) bringen Bewegung in den Heiztechnikmarkt: Langfristig führt an Wärmepumpen kein Weg vorbei. Mit den effizienten Wärmeerzeugern lassen sich die um 25 Prozent verschärften Vorgaben für den Jahresprimärenergiebedarf von Neubauten besonders effizient und kostengünstig erfüllen. Für Fachhandwerker eröffnen sich so neue Chancen, um von dem sich wandelnden Markt zu profitieren.

Bauträger und Fertighaushersteller denken um

Viele aktuelle Bauprojekte wurden noch im Jahr 2015 beantragt, um die verschärfte EnEV zu umgehen. Das bedeutet, dass sie häufig nach wie vor mit Gasheizungen ausgestattet werden. Laut aktuellen Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Stand September 2015, hatten auf Gas basierende Heizsysteme im Jahr 2014 noch einen Anteil von 49,9 Prozent im Wohnungsneubau. Der Anteil an Wärmepumpen lag laut dieser Erhebung bei 19,9 Prozent. Tecalor erwartet, dass sich dieses Verhältnis schon bald zugunsten der Wärmepumpe verschiebt. „Vor allem bei Bauträgern und Fertighausherstellern ist ein Umdenken zu erkennen“, sagt Holger Höhl, Mitarbeiter im technischen Vertrieb bei tecalor. „Sie machen in ihren Planungen die Wärmepumpe zum neuen Standard für die Wärmeerzeugung.“ In den Absatzzahlen werde sich dieses Umdenken frühestens ab Mitte dieses Jahres widerspiegeln. Dann ist auch ein stärkerer Zuwachs der Wärmepumpe im Wohnungsbestand zu erwarten. Hier wuchs der Anteil von Elektro-Wärmepumpen an den eingebauten Heizsystemen nach BDEW-Angaben von 0,1 Prozent im Jahr 2003 auf 1,7 Prozent im Jahr 2015.

Günstige Lösung für Mehrfamilienhäuser

Neben den privaten Eigenheimen erobert die Wärmepumpe zunehmend auch die großen Wohneinheiten. „Wir haben viele Anfragen von Fachhandwerkern für den Mehrfamilienhaus-Bereich“, so Höhl. „Die Wärmepumpe bietet hier eine günstige Lösung, um den gesetzlich geforderten Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung zu erfüllen.“ Sie lässt sich außerdem sehr gut mit einer Photovoltaik-Anlage kombinieren. Diese versorgt die Wärmepumpe mit regenerativem Strom und eröffnet darüber hinaus weitere Einsparpotenziale.

Attraktives Geschäftsfeld für SHK-Fachbetriebe

Für SHK-Fachbetriebe erschließt sich mit der Trendwende in der Heiztechnik ein attraktives Geschäftsfeld. Sie sollten sich gezielt im Bereich Wärmepumpe qualifizieren. Laut Holger Höhl gibt es dabei keinen Grund für Berührungsängste: „Als Hersteller bieten wir umfangreiche Schulungen zur Installation der Produkte an.“ Darüber hinaus ist der Außen- und Kundendienst von tecalor technisch geschult und kann direkte Beratung bieten, sollten beim Einbau auf der Baustelle Fragen aufkommen.